Die 24 Besten Badischen Bioweine 2009

15. Mai 2009

18 Biowinzer in Baden freuen sich über diese Auszeichnung - in sieben Kategorien, passend zum Essen - drei Sonderpreise für Piwi-Weine

FREIBURG. Die 24 „Besten Badischen Bioweine des Jahres 2009″ wurden am 15. Mai in Schloss Reinach in Munzingen prämiert. Die Siegerweine stammen von ECOVIN- und Bioland-Betrieben aus fast dem gesamten badischen Anbaugebiet vom Markgräflerland bis zum Kraichgau.

24 Urkunden konnten die ECOVIN-Vorsitzende Lotte Pfeffer und der Bioland-Geschäftsführer von Baden-Württemberg Matthias Strobl an die 18 Biowinzer übergeben. Beide zeigten sich in ihren Grußworten überzeugt, dass Biowein als regionales und umweltfreundliches Produkt auch der derzeitigen Krisenstimmung standhält: „Die nachhaltigen Werte des biologischen Weinbaus sind in jeder Hinsicht zukunftsfähig”, so Lotte Pfeffer, die selbst ein Bio-Weingut in Rheinhessen betreibt.

Regional dominierten die Erzeuger vom Kaiserstuhl diese Prämierung: 13 Bioweine stammen aus diesem Gebiet, neun Kaiserstühler Biowinzer erhielten die begehrten Urkunden. Vor allem im Weißweinbereich überzeugten die Kaiserstühler (sechs ECOVIN- und drei Bioland-Erzeuger). Dass in dieser Gruppe die stärkste Konkurrenz herrschte, zeigt auch die Verteilung der Auszeichnungen: Zwei Betriebe (Richard Schmidt aus Eichstetten und Hans-Peter Trautwein aus Bahlingen) erhielten gleich zwei Urkunden, das Weingut Schaffner wurde gar für drei angestellte Weine ausgezeichnet.

Ebenfalls stark vertreten war das Markgräflerland: Neun Weine von sieben Biowinzern stehen auf der Bestenliste, sie sind in fast allen Kategorien gleichmäßig vertreten. Aus der Reihe fällt auch hier ein Betrieb: Das Weingut Feuerstein konnte als zweiter Betrieb ebenfalls für drei seiner Weine Auszeichnungen entgegen nehmen. Je ein weiterer ausgezeichneter Wein kommt aus dem Breisgau und dem Kraichgau, wo die Zahl der Bio-Weingüter auch vergleichsweise geringer ist.

Neben etlichen Betrieben, die seit Jahren konstant gute Qualität liefern und deswegen schon zahlreiche Auszeichnungen bekamen, waren dieses Mal auch einige der weniger bekannten Bio-Weingüter vertreten: das Wein- und Sektgut Gerhard Aenis aus Binzern zum Beispiel oder das Weingut Rieger aus Betberg. Aus dem Kraichgau schaffte das Weingut Kuckuckshof von Gerhard Neye den Sprung in die Top-Liste

Prämiert wurden die Weine in Kategorien nach ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs: vom Aperitif über die Vorspeisen bis zum Hauptgang. Drei Sonderpreise gingen an Bioweine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi). Deren Förderung und Verbreitung liegt den Biowinzern wegen des umweltfreundlichen Anbaus besonders am Herzen.

Rund 200 Bioweine hatte eine fachkundige und unabhängige Jury am 4. Mai im Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg verkostet. Organisiert hatten die Biowein-Prämierung der ECOVIN-Regoinalverband Baden und die Bioland-Weinbaugruppe Baden. Die Leitung der Verkostung hatte wie in den Vorjahren Matthias Wolff vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau (Staatliches Weinbauinstitut Freiburg).

„Das „Feld” der Weine war sehr eng, es gab keine Ausreißer hinsichtlich der Qualität nach unten”, berichtet der badische ECOVIN-Vorsitzende Paulin Köpfer: „Das Qualitätsniveau war durchgängig sehr hoch.”

 
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