Gentechnisch unveränderte Lebensmittel

 

Ist es nicht so, dass ein Landwirt seine Tiere selbst einzäunen muss, um andere Felder vor Zerstörung zu schützen? Sollte dies logischerweise nicht auch bei gentechnisch veränderten Organismen der Fall sein?

Das ist es leider nicht. Die betroffenen Landwirte müssen für unerwünschte Verunreinigungen selbst aufkommen. Und so wird zum Teil unachtsam mit gentechnisch veränderten Pollen und Saaten umgegangen.

Wenn gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der Umwelt freigesetzt werden, lassen Sie sich nicht mehr aufhalten.

Für uns ist die moderne Gentechnik nicht zu verantworten. Sie schafft neue Abhängigkeiten von einzelnen Organisationen und schränkt somit die Selbstständigkeit von Erzeugern und Konsumenten stark ein.

Spirale der Abhängigkeit

Die großen Konzerne wie Monsanto, die Gentechnik für unverzichtbar halten, machen die Menschen von sich abhängig. Farmer wie Percy Schmeiser, die nichts dafür können, dass gentechnisch veränderte Pollen auf ihre Felder fliegen, werden von Monsanto verklagt, das Patent verletzt zu haben. Gegen diesen Apparat anzukämpfen und für Recht zu kämpfen ist sehr kraftraubend.

Saatgut, dass gegen bestimmte Pilze oder Schädlinge resistent ist, muss gegen andere Dinge gespritzt werden. Diese Spritzmittel gibt es wiederum nur von den Konzernen, die auch das Saatgut verkaufen.

Da das Saatgut nicht Samenfest ist, also nicht wieder keimen kann, muss im nächsten Jahr wieder teures Saatgut gekauft werden. Und so spitzt sich die Spirale langsam zu.

Gentechnik-Konzerne und ihre Machenschaften

Gentechnik-Konzerne leben auch davon, dass sie überprüfen, ob irgendwo ihr Patent verletzt wurde. Ihnen sind persönliche und private Grenzen egal. Bei Percy Schmeiser und auch anderen Farmen wurden direkt vom Feld Proben genommen. Die "Prüfer" haben unerlaubterweise privates Land betreten. Aber die Proben sind vor Gericht als Beweise zugelassen. Auch wenn die Verunreinigungen unerwünscht auf das "saubere" Feld gelangen, werden die betroffenen Farmer zur Kasse gebeten.

In den USA haben einige Regierungsvertreter aus Umweltministerium und anderen Ministerien auch bei Monsanto wichtige Stellen inne. Durch dieses Wechselspiel von Tätigkeiten in der Politik und bei Monsanto lässt sich erahnen, warum Gentechnik in den USA sosehr auf dem Vormarsch ist.

Spirale des Lebens

In den Ländern der sogenannten ersten Welt gibt es durch Hochleistungspflanzen und -tiere viel Überproduktion. Die Erzeuger wissen oft nicht, wohin sie den Überschuss bringen sollen. Zum Teil wird es in ärmere Länder transportiert. Für diese ist es in vielen Fällen billiger, ausländische Waren zu kaufen, als selbst ihre Lebensmittel anzubauen. Dies schafft Abhängigkeiten und auch Unzufriedenheit. Die meisten bauten ihre Nahrung selbst an, sie waren Bauern und versorgten sich weitestgehend selbst. Nun bleibt das Land unbewirtschaftet und verödet.

Biologischer Landbau als Alternative

Biologischer Landbau wirkt diesem entgegen. Kleinbäuerliche Strukturen werden gefördert. Die Erzeuger bekommen für ihre Arbeit einen Lohn, von dem sie leben können. Es gibt viele Projekte, die die Lebensqualität steigen ließen. Ein Beispiel dafür ist Stellar Organics: www.stellar-organics.de oder Rapunzel, die schon seit vielen Jahren Hand in Hand mit einheimischen Erzeugern zusammenarbeiten. www.rapunzel.de/hand-in-hand.html

Durch organischen Dünger, Einsaaten, die das Bodenleben fördern und den Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel wird das ausgelaugte Land zurückerobert. Auch hierfür gibt es ein eindrückliches Beispiel: www.sekemshop.de

Der biologische Landbau arbeitet MIT der Natur, nicht gegen sie.

 

Percy Schmeiser in Eichstetten

Louise und Percy SchmeiserAm Montag, 29. Juni 2009, fand die Premiere zum Film über Gentechnikgegner Percy Schmeiser statt. Schmeiser ist Kanadier und musste sich während seiner Landwirtschaftlichen Tätigkeit mit Monsanto, dem Gentechnikriesen aus den USA, herumplagen. Der Film Ehepaar Schmeiser & E. Rieflinheißt "David gegen Monsanto" (DENKmal-Film GmbH). Weitere Infos zu Percy und Louise Schmeiser und den Film gibt es auf Naturkost.de www.naturkost.de/wp/2009/06/weltpremiere-der-film-uber-genrebell-percy-schmeiser/
Percy und Louise Schmeiser machten auf Ihrer Deutschlandreise auch Halt in Südbaden und besuchten Eichstetten am Kaiserstuhl.

In der Badischen Zeitung wurde auch über Louise und Percy Schmeiser berichtet: www.badische-zeitung.de/suedwest-1/bauern-mit-power

Einen interessanten Beitrag zum Thema Gentechnik finden Sie unter dem Link www.foodwatch.de/kampagnen__themen/gentechnik/golden_rice/index_ger.html von Foodwatch.

Im Schrot&Korn 12/2008 wurde von einem Imker berichtet, der seine Honigernte verbrennen lassen musste, weil die Bienen Pollen von Genmais sammelten. Den ganzen Bericht lesen Sie auf www.schrotundkorn.de/2008/200812a04.html

Weitere Informationen über Gentechnik und Ihre Folgen finden Sie auf www.genfood-nein-danke.de/

 
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